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Spätabtreibung: Wann erlaubt?

Spätabtreibung: Wann erlaubt?

Theoretisch bis zur Geburt

Wird beim ungeborenen Kind eine Behinderung diagnostiziert, ist eine Abtreibung aufgrund der medizinischen Indikation in Deutschland straffrei. Hierfür gibt es kein Limit, sie ist theoretisch bis zum 9. Monat möglich, ohne dass man sich strafbar macht. Die medizinische Indikation wird hier so begründet, dass von einem Arzt attestiert wird, dass einer Schwangeren körperliche oder seelische Schäden drohen würden, wenn sie das Kind (weiter) austrägt. Es sollte allerdings nicht übersehen werden, dass auch eine Spätabtreibung sich negativ auf das Wohlbefinden einer Frau auswirken kann. Zwischen ärztlicher Konsultation und Einleitung des Abbruchs ist bei der Spätabtreibung eine Bedenkzeit von 3 Tagen gesetzlich vorgeschrieben.

Weil die sogenannte Spätabtreibung eine herbeigeleitete Totgeburt nach vorheriger Tötung des in der Regel schon außerhalb des Mutterleibs lebensfähigen Babys ist, gilt sie für die Mutter als extrem psychisch belastend.

Besonderer Beratungsbedarf

Nicht einfach für betroffene Frauen ist es, eine wirklich eigenständige Entscheidung zu treffen. Zu viel strömt auf die Schwangere ein. Dabei spielt auch oft die Angst eine große Rolle, ob das Leben mit einem behinderten Kind auch finanziell bewältigt werden kann und wie das Umfeld auf ein behindertes Kind reagieren würde.

Auch haben die Eltern vielleicht noch gar keine rechte Vorstellung, was es bedeuten könnte, ein behindertes Kind zu haben. In der Vorstellung der Eltern war das Ungeborene bisher immer ein vollkommen gesunder Mensch; die Wahrscheinlichkeit, dass es „uns treffen kann“, hat man nicht unbedingt mit allen Konsequenzen einberechnet…

Keine Schwangere sollte sich durch eine entsprechende Diagnose dazu gedrängt fühlen, ein behindertes Kind abzutreiben, da kein anderer außer sie selbst wirklich beurteilen kann, was ein solcher Eingriff für die Frau bedeutet.

 

Was kann mir jetzt helfen?

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